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Am Bierstadter Hang

Führungen in Wiesbaden > KennenlernTouren > Villen in Wiesbaden



Exklusive Abgeschiedenheit für die "fashionable world"

Eine stadt- und kunsthistorische
EntdeckungsTour im "Grünen Viertel"
am Bierstadter Hang

Sonntag, 3. März 2024, 14.00 Uhr
Treff: Englische Kirche

Leitung: Rainer Niebergall

Für Gruppen jederzeit buchbar
Gruppentarif (bis 25 Personen): 125,00 € *)


Öffentliche Führungen
Sonntag, 3. März 2024, 14.00 h
Sonntg, 18. August 2024, 11.00 h

Dauer: ca. 2 - 2 1/4 Stunden
Treffpunkt: Englische Kirche (Frankfurter Straße)

Tickets: 10,00 € pro Person
Ticket-Verkauf: vor der Veranstaltung

Reservierung: Tel. 0611 507427 oder Email


*) incl. 19% Umsatzsteuer


In der Nachbarschaft einer Mühle ließ der Major von Rettberg um 1840 an der Frankfurter Chaussee ein Haus in ländlicher Umgebung errichten; ein weiteres Haus entstand wenige Jahre später auf dem frühe-
ren Zimmerplatz an der Einmündung der Bierstadter Straße. 1843 verlegte der Herzog seine Hauptresi-
denz von Biebrich ins neu erbaute Stadtschloss, und auch die nassauischen Regierungsbeamten und Offi-
ziere zogen nach Wiesbaden. Entlang der alten Ra-
dialstraße entstanden Häuser auf mitunter parkart-
igen Grundstücken und herrlichem Panoramablick über die Stadt und die Landschaft. In unmittelbarer Nähe der Kuranlagen gelegen, war das so genannte „Grüne Viertel“ eines der nobelsten Villenviertel der Stadt, die sich noch in der späten nassauischen Zeit und besonders nach der preußischen Annexion zu einer der bevorzugten Wohnstädte für Wohlhabende entwickelte – eine exklusive Abgeschiedenheit für die „fashionable world“. Im unteren Bereich noch sehr klassizistisch geprägt, dehnten sich die Villen schließlich über den gesamten Hang aus; zunehmend wurden auch ehemalige Feldwege ausgebaut, neue Straßen angelegt sowie die bestehende Bebauung immer weiter verdichtet, so dass das die Bebauung des Bierstadter Hangs die Entwicklung des vorneh-
men Villenbaus von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg repräsentiert.

Zu den Bewohnern zählte der Hochadel, etwa der Fürst von Solms-Braunfels, der sich sein Solms-
schlösschen erbauen ließ, oder Industrielle wie der Freiherr von Knoop, der Industriemagnat Alfons Haniel, der Sektfabrikant Otto Henkell oder Heinrich Kirchhoff, der Mäzen des Malers Alexej von Jawlens-
ky, der ganz in der Nähe wohnte. Bescheiden wirkt das Wohnhaus des Wiesbadener Oberbürgermeisters Carl von Ibell in unmittelbarer Nachbarschaft des Anwesens von Eduard Bartling, der sich wohl seinen Traum von einem eigenen Schloss erfüllte. Der „Hausdichter des deutschen Bürgertums“ Gustav Freytag wohnte gar in einer Straße, die ihm zu Ehren seinen Namen trug. Mit Einbußen über den Zweiten Weltkrieg gekommen, drohte der noblen Bebauung im Zuge der Ernst-May-Planungen der 1960er Jahre der vollständige Abriss, was durch Protestaktionen und Bürgerinitiativen verhindert wurde.


Begleitend zur Führung oder wenn Sie den Spaziergang auf eigene Faust unternehmen möchten, können Sie ein Skript zum Preis von 18,50 € (als pdf-Datei 15,50 €) erwerben.

142 Seiten, DIN A 4, spiralgebunden.

Versand zzgl. Versandkosten (Pauschale 2,00 €)

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Rainer Niebergall – KulTour & Mehr
Stadtführungen, Stadtgeschichte, Planung, Organisation & Management

Mitglied im Bundesverband
der Gästeführer in Deutschland e. V.
Taunusstraße 57 • 65183 Wiesbaden • Telefon 0611 507427 • Mobil 0171 2006704
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